Sonderausgabe Mai

Malteser-Trauercafé lädt ein

Hunteburg. Die Malteser in Hunteburg laden am Samstag, den 12. September, von 15 bis 17 Uhr zum Trauercafé ein. Interessierte können ohne Anmeldung teilnehmen und bei Kuchen und Getränken zusammen sein. „Wir geben allen Gästen, ob Jung oder Alt, gleich welchen Glaubens oder Nationalität Zeit und Raum, in der Gemeinschaft nach neuen Hoffnungsspuren zu suchen“, machen die Malteser Mut. Bei Bedarf werden weiterführende Hilfen vermittelt. Das Projekt wird von den lokalen Kirchenge-meinden und Hausärzten sowie dem Ambulanten Hospizdienst Lemförde unterstützt. Das Café befindet sich im Malteser-Haus, Kurze Straße 2.

Information unter 05475/441 und www.malteser-hunteburg.de

Ade Osnabrücker Land!

Meine Zeit in Hunteburg neigt sich im Juli dem Ende zu: Ich werde nach Bad Salzdetfurth gehen. Bad Salzdetfurth liegt im Hildesheimer Land,  
ca. 14 km südlich von Hildesheim entfernt. Meine Frau Ruth ist schon seit Februar dieses Jahres in Hildesheim in einem Gymnasium die stellvertretende Schulleiterin. Von den vakanten Stellen, die sich auch in Hildesheim und Umgebung auftun, schien mir die in Bad Salzdetfurth die schönste Stelle zu sein. Und darauf habe ich mich beworben. Corona-bedingt hat diese Bewerbung länger gedauert als erwartet. Aber der Kirchenvorstand dort hat mich – so laut der Superintendentin Henking aus dem Kirchenkreis Hildesheimer Land – Alfeld – einstimmig gewählt. 
Wir haben uns in Hunteburg sehr wohl gefühlt. Und das lag an Ihnen! Herzlichen Dank für Ihre selbstverständliche Aufnahme im August 2018. Für die Torten, die Sie gebacken und im katholischen Pfarrheim aufgebaut haben! Ich habe solch einen Kirchenvorstand noch nicht erlebt, der ein Pfarrhaus in 14 Tagen tipptopp renoviert hatte! Und  
Eure Art, die es einem leichtmacht, aufeinander zuzugehen und selbstverständlich auch ökumenische Projekte zu starten – das ist einmalig. Behaltet Eure ökumenische Zusammenarbeit zwischen Katholiken und Evangelischen. Wir planen ja jetzt noch die nachgeholte Konfirmation 2020 im Juli. Und da hat es mich besonders gefreut, dass es offensichtlich kein theologisches Problem für die Dreieinigkeitskirche und Marc Weber war, dass wir Evangelische eine Konfirmation auch in der Katholischen Kirche durchführen könnten. Es kommt jetzt wahrscheinlich anders, weil wir in unserer Kirche unser Hausrecht wahrnehmen, aber die Anfrage hat sich meines Erachtens gelohnt!  
Gott befohlen!

Stephan Wallis

Geistliches Wort

Fast hat er sein Ziel erreicht! Noch eine Sekunde, und schon ist er ganz oben auf der Spitze des Grashalms angelangt. Jeder von uns hat schon mal ein Marienkäferchen oder einen Maikäfer auf der Hand gehabt. Mit der erwachenden Natur und den kommenden Sonnentagen sind sie wieder unterwegs. Egal, wie man den Finger oder die ganze Hand dreht und wendet: die Käfer spüren instinktiv, wo es nach oben geht. Unbeirrt, immer wieder krabbeln sie der Sonne entgegen und ändern sofort die Richtung, sobald sich das Blatt wendet oder die menschliche Hand dreht. Farbenfroh drücken sie unsere Sehnsucht nach Unbeschwertheit, den Sommer und einen Urlaub aus. Etwas, das nach den langen Wochen der Isolation und der Beschränktheit auf die Personen, die uns umgeben, uns wieder fröhlich stimmt. 

Der Gedanke, zielbewusst und orientiert zu leben: Vom Maikäfer kann man das lernen. Die Sonne zu suchen, das Licht, der Sonnenseite des Lebens nachzujagen, beweglich zu sein und sich auf den Weg zu machen. Zielstrebig das zu verfolgen, was eigentlich wichtig ist. Wir alle müssen aus der Vielfalt des Lebens auswählen. Wir können nicht alles verwirklichen. Doch wir sollten nicht das Leben selbst aus dem Auge verlieren. 

Paulus hat an die Christen in Philippi geschrieben: „Nicht, dass ich es schon ergriffen habe oder vollkommen sei. Ich jage ihm aber nach, ob ich´s wohl ergreifen könnte, weil ich von Christus Jesus ergriffen bin. (Phil 3,12).“ Diese Art von Orientierung bezieht Paulus aus Ostern. Leidenschaftlich versucht er, die Kraft der Auferstehung in sein alltägliches Leben hineinzuziehen. Dabei erzählt er von einer interessanten Doppelbewegung: Ich versuche zu ergreifen, weil ich von Christus ergriffen bin! 

Der Struktur nach gehört das zu jedem Ziel. Ich muss vom Ziel ergriffen sein, wenn ich es erreichen will. Das geht nur zielbewusst, an der Sache orientiert. Aber auch ein starkes Stück Leidenschaft gehört dazu! Unbeirrbar sollten wir sein! Das gilt auch für ganz Hunteburg. Das gilt auch, wenn diese Corona-Pandemie bald Geschichte wird. Das gilt allen unseren Bürgern und Christen, egal ob katholisch oder evangelisch. Das gilt für die Vor- und Hauptkonfirmanden genauso wie den Ehrenkonfirmanden, die dieses Jahr einmal eine Pause haben! So ein Maikäfer hat ja nur eins im Sinn: Er möchte fliegen! Wie gesagt: fast hat er sein Ziel erreicht. Und dann geht es der Sonne entgegen! Viele Sonnentage! 

Stephan Wallis

Zu den Gottesdiensten

 
Wir haben in Hunteburg wie in allen Kirchen wieder mit Gottesdiensten begonnen. Zuerst waren die Konfirmanden dran, die dieses Jahr nicht vergessen werden. Wenn man in die Kirche möchte, muss man einen Mundschutz tragen und darf nicht erkältet sein oder an Heuschnupfen leiden. Vor der Kirche wird man schon aufgefordert, sich nicht in Gruppen vor dem Eingang zu versammeln. Höchstens ein Hausstand darf sich einen Platz in der Kirche zuweisen lassen. Der Kirchenvorstand hat beschlossen, auf das Abendmahl in den kommenden Monaten zu verzichten. Die Diakoniekollekte wird ausgesetzt, sodass es nur eine Kollekte am Ausgang geben wird. Insgesamt sind in unserer Kirche  
xx Plätze für Hausstände (Vater, Mutter, Kind) vorhanden. Deshalb hat der Kirchenvorstand einem Open-Air-Gottesdienst an Pfingsten im Pfarrgarten zugestimmt, vorausgesetzt das Wetter ist gut.